Samstag, 29. August 2015

Comic-artist

Dass in Comics Waffen und Gewalt vorkommen, ist schade. Das findet auch mein ältester Sohn und zeichnet deshalb seine eigenen Geschichten.










Mehr Werke von den fantastischen 5 findet ihr auf unserer neuen Kunstseite, auch heuer werde ich wieder nach und nach die Arbeiten der Kinder, nach Schulstufen geordnet, einstellen.

Freitag, 28. August 2015

Tempelhüpfen mathematisch

... oder aus der Not eine Tugend machen. Meine Tochter soll in der ersten Klasse Zahlen richtig schreiben können, also darf sie Zahlen mit bunter Kreide auf die Fliesen schreiben. Mit bunten Puzzleteilen, anstelle von Steinen, spielen wir "Tempelhüpfen" ein bisschen anders als gewöhnlich. Wir werfen 2 Puzzlesteine, springen auf jede Zahl und addieren. Als ich meiner Tochter zeige, wie einfach Rechnen mit den Fingern ist, nimmt sie sofort auch ihre Zehen zuhilfe.
Mein Sohn, Schulstufe 3, wirft, springt und multipliziert, während Schulstufe 6 und 7 eifrig kontrollieren und dem jüngsten helfen.




Und auch er kann schon die verwischten Zahlen neu schreiben und übt, ohne es zu merken. Seine "Ich kann nicht"-Phase neigt sich durch tägliche Erfolgserlebnisse im Alltag dem Ende, heute fuhr er zum ersten Mal ohne Stützräder Rad, aber nicht im Garten, nein, er bewältigte problemlos bis euphorisch den Weg zum Spielplatz und zurück! Manchmal denke ich, dass es vielleicht anderen Müttern ähnlich geht und dass das jüngste Kind der Familie ewig das Baby bleibt, aber gerade im häuslichen Unterricht sind Selbständigkeit und Selbstvertrauen wichtig und deshalb bin ich froh, das aus "ich kann nicht" so schnell "schau, was ich kann" geworden ist.

Zum letzen Beitrag passend, trug sich heute ein witziges Ereignis zu. Die Kinder gruben im Garten ein Loch, sie meinten, einen Schatz zu finden, weil sie auf ein paar Bretter gestoßen waren. Plötzlich rief meine Tochter, sie hätte ihren Schatz schon gefunden, ein Je. Ich dachte still darüber nach, was denn ein Je sein könnte und fragte sogar nach, weil ich dachte, sie falsch zu verstehen.
Sie fand ein ca. 2 cm großes Plastikteil in der Form des Buchstaben "J" und freute sich total... über einen Buchstaben! So oft überrascht mich die Tatsache, dass die Kinder Schule ohne Mühe in ihren Alltag integrieren und sie mich förmlich mit der Nase darauf stoßen müssen, während ich den Fund betrachte und (geprägt von negativen Schulerfahrungen) an "Regenschirm" denke. Und ich meine damit (wieder einmal), dass die Freude am Lernen das oberste Ziel im Lehrplan sein sollte, als Spontanheilung für unser krankes Aus-Bildungssystem...

Dazu ein paar Denkanstöße von Roland Düringer (Mundart, aber ab min. 6 sehr sehenswert).

Mittwoch, 26. August 2015

Fundstücke oder Mathematik in Wald und Feld

Drei Flügblatter an einem Stiel, wieviele
Flügblätter an 7 Stielen...

Zählen und vergleichen...


Sortieren, erkennen, anordnen...


Bauen, gestalten...

Wer genau hinsieht, findet geometrische Formen...

Und so viel anderes...

Freitag, 21. August 2015

Fanpost...

... die wirklich extravagant war, erfreute mich kürzlich ganz besonders, vorallem, weil ich die Absenderin (noch) nicht persönlich kenne und sie trotzdem genau meinen Geschmack getroffen hat. Solche Erlebnisse habe ich nicht oft, es gibt tatsächlich Menschen, die nach jahrelanger Freundschaft nicht einmal wissen, welche Eissorten ich mag! Umso mehr freute mich dieses nette Geschenk von einer lieben Leserin.



Dank gilt an dieser Stelle auch meinen Freunden, die meinen Geschmack kennen und mir beim Übersiedeln gerade tatkräftig zur Seite stehen, meinen Flohmarktfreunden, allen Arbeitern, die helfen und meinen eifrigen Kindern, die auch gerne mitanpacken, besonders, wenn es so schön schäumt...



Liebe Grüße an alle, die zwar nicht beim Umzug dabei sein können, sich aber dennoch für uns freuen!

Freitag, 7. August 2015

Zündeln (3)

Bei diesem, vorerst letzten, Feuerabenteuer durften die Kinder verschiedene natürliche und künstliche Dinge in Brand setzten und konnten so vieles beobachten und lernen. Wieder verwendeten wir eine alte Kerze, Schutzausrüstung, Löschwasserkübel und arbeiteten im Freien, damit nichts passieren und der Rauch abziehen kann.


Interessant, wie die Blätter aussehen, nachdem nur eine kleine Ecke in die Flamme gehalten wurde! Mit den vielfältigen, vom Entzündungspunkt weglaufenden schwarzen Mustern haben wir nicht gerechnet. Beim Salbeiblatt erkennt man es weniger deutlich, als


hier. Der Rand verbrennt und es breitet sich ein schwarzer Streifen über die Blattoberfläche aus. Die Kinder sehen die Ähnlichkeit zu frischen Kräutern, die in kochendes Wasser geworfen werden, denn auch die werden dunkel. Ehrlich gesagt, dachte ich erst, dass der Russ der Flamme die Verfärbung hervorruft, aber wenn man genau hinsieht und darauf achtet, dass sich kein Russ an der Unterseite anlegt, erkennt man, wie sich die Verbrennung ausbreitet, sie wird also über die Blättadern weitergeleitet.


Trockene Blätter verbrennen rasch, großflammig und hinterlassen Asche, die Verbrennungsreste werden angefasst und untersucht. Manche Blätter hinterlassen Aschefäden, während andere Überreste die Form des Blattes beibehalten und erst bei Berührung zerfallen.

Die trockene Blüte flackert stark auf und brennt wie ein Feuerball. Auch Löwenzahnblüten verhalten sich so, weil die festen Teile dünn und von viel Sauerstoff umgeben sind.


Ein Flugblatt vom chinesischen Ahorn, wie das wohl brennen mag?


Zu unserer Verwunderung brennt es sehr schwer und die Form der Ver
brennungsrückstände ähnelt der des kleinen Plastikstücks, das wir auch in die Flamme hielten.




Nachdem alles ganz furchtbar gerochen hat, versuchten es die Forscher mit Nadeln an Stelle der Blätter und endlich ein Dufterlebnis. Die größeren Kinder belehrten die Kleinen, dass das enthaltene Harz so gut duftet.


Während der Experimente wird klar, dass natürliche Materialien beinah rückstandsfrei verbrennen, bei künstlichen Stoffe hingegen große Rückstandsmengen, mehr Russentwicklung und grässlicher, beißender Gestank beobachtet werden kann. So kann man auch unterschiedliche Gewebe und Fäden ganz einfach auf deren Zusammensetzung hin untersuchen (Brennprobe).

Schlaue Köpfe stellen fest, dass eine Fackel ein mit nicht brennbarem Material eingestrichener oder umwickelter, brennbarer Stecken oder Ast ist, also was liegt näher für die kleinen Zündler, als Hölzer in Wachs zu tauchen und anzustecken. Und siehe da, es klappt wirklich gut und das Holz brennt nur sehr langsam unter der Wachsschicht ab.


Die Ergebnisse der Züdelaktionführten führen zu unterschiedlichsten Überlegungen, zum Beispiel, dass Verbrennungen der menschlichen Haut durch geschmolzenes Plastik, das sehr langsam abkühlt, klebrig und übelriechend ist, sicher sehr schmerzhaft sind, dass Papier zu den pflanzlichen, natürlichen Stoffen zählt und dass Rauch im Allgemeinen giftig ist und nicht eingeatmet werden soll.



Als wir die Kerze löschten und die Spuren unseres Treibens beseitigten, testete meine Tochter, ob man mit den verkohlten Ästen, die ihre Finger schwarz färbten, auch schreiben kann. Und es funktioniert...


Wir erforschten gemeinsam den Prozess, der unter anderem in einer Köhlerei stattfindet, die sogenannte Pyrolyse, und wiederholten Unterschiede und Ähnlichkeit von Holz-, Braun- und Steinkohle und den Begriff "fossile Brennstoffe".

Donnerstag, 6. August 2015

Sonnentage

Solange die Sonne scheint, spielt sich alles im Freien ab. Die Bilder der Seifenblasen mit den fantastischen Spiegelungen stammen alle von meinem Sohn, Schulstufe 6.



Wer schafft die größte "Brombeere"?



Mit Sicherheit diese Frau, die auch gleich den Auftakt zu meiner neuen Beitagsserie "Starke Frauen", die auf der Gedanken-Seite zusammengefasst wird, macht:

video

(Danke an den netten Spender des Laptops, der es mir ermöglicht, den Kindern das Video im Garten zu zeigen und mich in den Genuss kommen lässt, Sonnentage nicht länger hinter dem Schreibtisch zu verbringen!)
... wer macht mit?


Malen mit Ölkreide auf heißem Untergrund bringt farbintensive Ergebnisse, wobei wir uns auch die Struktur des Untergrundes zunutze machen. Was wir aus den fertigen Bildern zaubern, ist eine andere Geschichte, erstmal ein richtig großes Lagerfeuer machen, entspannen und genießen!

Dienstag, 4. August 2015

Salzen

Die Kinder sind schon lange von meinem Semmel-Trick-Gerät beeindruckt (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich habe es geschenkt bekommen und ich liebe es! Plastillin schnell und einfach aus Mehl, heißem Wasser, Stärke, Salz und Öl angerührt und schon kann es losgehen. Ein Rezept für Plastillin findet ihr auch in dem Heft "Karins bunter Ideensammlung", Klick zum Download in der Sidebar oder in der Lehrmittelboutique.






Ich ließ die Kinder mit dem Stempel arbeiten, sie wollten unbedingt den Salzstreuer dazu. Ja, wir haben "Spielsalz", einfach billigstes Salz und einen Streuer mit großer Öffnung, den die Kinder nach Ausschütten immer wieder neu befüllen können. Wir verwenden stetst ein Tablett doch für gewöhnlich werden Spielzeug-Nahrungsmittel gesalzen.
Der lila Fuß stammt von meiner Tochter, die lieber modellierte, während der Jüngste lieber salzte.